Die EU-Richtlinie 2009/136/EG (E-Privacy) regelt die Verwendung von Cookies. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Speicherung und dem Zugriff von Cookies auf Ihr Gerät einverstanden Richtlinien zu Cookies.
Jetzt buchen
+39 0577849509
Jetzt buchen
  • DSCF1129a_1
  • DSCF1144a_1
  • IMG_0375a
  • DSCF4452
  • IMG_0373a
  • DSCF1136
  • IMG_0378a

Die Geschichte: Die Weine

Dieser Wein wurde nur in sehr kleinen Mengen hergestellt, wie der Vinsanto. Dieses jedenfalls galt noch bis vor kurzem. Aus verschiedenen Gründen wurde der Wein in Kastanienfässern gelagert, was ihm einen besonders starken Tanningeschmack verlieh, weshalb er später in Eichenfässer (die importiert wurden) umgefüllt wurde. Im allgemeinen verwendete man kleine Fässer von 100-200 Litern.

Bis zur Vereinigung Italiens war der Transport sehr schwierig und der Markt für den Brunello eingeschränkt. Als dann die Eisenbahn entstand und die Beförderung durch Pferdegespanne ablöste, wurde der Handel für die Winzer leichter. Einige Besitzer von Weinbergen am Fuße des Hügels von Montalcino, der für diesen edlen und ausdruchsstarken Wein besonders geeignet ist (wie die Padellettis mit ihrem "Paradisi e Rigaccini", die Anghirellis mit ihrem "Cigaleto", die Biondis mit ihrer "Chiusa") erhöhten zwar die Produktion des Brunello, wobei aber die Quan-Quantität stets limitiert blieb.

Zwei Generationen der Familien Padelletti wurden frühzeitig dahingerafft. Piefrancesco Padelletti, einer der Truppenkommandanten des Großherzogs von Lorena; Guido Padelletti, Professor an der Universität Rom, der 1866 im Befreiungskampf garibaldis verwundet wurde; Dino Padelletti, Professor der Universität Neaples, starb an der Pest. Zurück blieb allein Domenico Padelletti, Professor der Universitäten Siena und Pisa, der sich nach Montalcino zurückzog, um dort den Besitz seines minderjährigen Neffen Carlo Augusto Padelletti zu verwalten. Domenico Padelletti verbesserte die Qualität des Weines, setzte neue Weinstöcke und gewann auf vielen Ausstellungen Medallien für seine Weine und sein Olivenöl.

Carlo Augusto Padelletti, der zuerst Diplomat, dann Richter, Rechtsanwalt und zuletzt Arzt war, übernahm als alleiniger Erbe die Verwaltung des Famielienbesitzes. Er gründete in Montalcino im Jahre 1900 ein Elektrizitätswerk, versorgte die Stadt mit elektrischer ein Kino ein. Es sei erwähnt, daß er sich als Waldenser eine protestantische Kirche in Montalcino baute - die noch heute steht -, was ihm natürlich bei der katholischen Oberschicht der Stadt keine besondere Sympathie einbrachte. Er errichtete des weiteren ein Sägewerk, eine Getreide-und Oliven-mühle und viele andere Industriebereiche, in denen die einheimischen Produkte verwertet wurden. Eine Druckerei mit elektrisch betriebenen Maschinen gehörte auch zu seinen Aktivitäten. Die von ihm eingeleitete Elektrifizierung brachte viele neue Impulse für die Stadt Montalcino und führte zu einer für damalige Verhältnisse ungeheuren Expansion. 
Schliessen